Salve Leser,
heutzutage läuft ja fast jeder mit einem Smartphone rum. Keine Bahnfahrt vergeht, ohne das es klingelt, piepst oder jemand am Handy seine privaten Sorgen mit dem Rest des Abteils teilt. Telefonieren, surfen, spielen und das alles jederzeit und überall, losgelöst von einem festen Standort – heute vollkommen normal.
Vielleicht ist es aber dann doch noch verwunderlich, wenn ich Euch erzähle, dass man bereits Anfang des letzten Jahrhunderts den Traum des losgelösten telefonieren hatte.
Bereits 1920 experimentierte W.W. Macfarlane in Philadelphia mit dem drahtlosen telefonieren. Auch wenn das Gerät eher ein Radio Transmitter und Empfänger war, ist doch die Intention zu erkennen: Kabellose, also mobile Kommunikation!

Und wie es oft so mit großen Erfindungen ist, steht dem zivilen Einsatz immer auch die Möglichkeit eines militärischen Einsatzes gegenüber. So antwortete der Erfinder auf die Frage eines Reportes, ob das Gerät in Zukunft auch wirklich Verwendung finden könnte, mit Blick zurück auf den erst kürzlich beendeten 1. Weltkrieg, folgendermaßen:
“If this could have been ready for us in the war, think of the value it would have had. A whole regiment equipped with the telephone receivers, with only their rifles as aerials, could advance a mile and each would be instantly in touch with the commanding officer. No runners would be needed. There could be no such thing as a ‘lost battallion.’”
Große Erfindungen bedeuten stets große Verantwortung. Doch nun möchte ich nicht allzu sehr die Moralkeule schwingen, sondern Euch das Autotelefon des Jahres 1920 zeigen:





