Salve Leser!

Ich muss mich doch sehr wundern wenn ich mich mit dem Thema Gesundheitspolitik auseinandersetze.

Einerseits verteidigt die Koalition die Gesundheitsreform mit den neuen variableren Zusatzbeiträgen dahingehend, dass dies den Wettbewerb der Krankenkassen untereinander fördere: Kleine oder fehlende Zusatzbeiträge machen eine Krankenkasse attraktiver.

Andererseits denkt die Koalition offen darüber nach die Homöopathie gänzlich als Kassenleistung zu streichen, obwohl gerade hier ein Wettbewerb unter den Kassen besteht, denn nicht alle Kassen bieten homöopathische Leistungen an:
Den Wettbewerb fördert diese Medizinsparte also meines Erachtens sehr!

Jetzt könnte man natürlich damit argumentieren, dass eine Streichung der nicht gänzlich anerkannten Homöopathie die Kassen erleichtere und man sich deshalb dazu genötigt sehe diese Leistungen zu streichen. Dies ist aber ein Argument, das laut Barbara Sickmüller, Vize Chefin des Bundesverbandes der Parmazeutischen Industrie, nicht gelten kann, denn eine Streichung der Homöopathie könne das Defizit der Kassen nicht auffangen, da Abseits der Zusatztarife nur 0,06 Prozent der Ausgaben für Arzneimittel auf homöopathische Produkte entfielen. Das sind also ca. neun Millionen Euro, denen 170 Milliarden Euro Gesamtausgaben für Medikamente gegenüberstehen.

Das große Sparpotential sehe ich hier also nicht!